Eine Auslegungszahl ist keine Durchsatzzahl
Die auf dem Papier abgenommene Spitzenleistung und die real erreichte Dauerleistung unter dem tatsächlichen Artikelspektrum des Targets sind zwei verschiedene Zahlen. Nur die zweite verdient Geld.
Technische Due Diligence · Intralogistik & Lagerautomatisierung
Ein unabhängiger Blick aus Betreibersicht auf das Asset: die Technik, die Software dahinter und die Frage, ob die Zahlen im Modell den ersten Kontakt mit einer Peak-Woche überstehen. Keine Lieferantenbindungen, kein Eigeninteresse am Ergebnis.
Commercial und Financial Due Diligence sagen Ihnen, was das Target verdient hat. Keine der beiden sagt Ihnen, ob die Automatisierung hinter diesen Erträgen im dritten Jahr noch ihre Zahlen erreicht — oder was passiert, wenn das Volumen zum ersten Mal 30 % über Plan liegt.
Die auf dem Papier abgenommene Spitzenleistung und die real erreichte Dauerleistung unter dem tatsächlichen Artikelspektrum des Targets sind zwei verschiedene Zahlen. Nur die zweite verdient Geld.
Eine Codebasis mit einem kundenspezifischen Branch pro Standort verursacht Wartungskosten — und ein Schlüsselpersonenrisiko, das im Modell selten auftaucht.
Eine abgenommene Anlage ist keine leistungsfähige Anlage. Der Abstand zwischen beidem wird in Monaten verlorenen Volumens gemessen.
Im automatisierten Lager sind Geschäftsmodell und Maschine dasselbe Objekt. Sie können das eine nicht bewerten, ohne das andere zu lesen.
Jedes davon ist vor der Unterschrift auffindbar. Keines davon ist allein aus dem Datenraum auffindbar.
Leistung, nachgewiesen auf einem sauberen Testprofil, nie unter echter Auftragsstruktur, echter Saisonalität und echtem Artikelmix. Die Lücke ist dauerhaft und sie ist strukturell.
Endabnahme und volle Leistung sind verschiedene Meilensteine. Der Abstand dazwischen ist Volumen, das der Business Case bereits ausgegeben hat.
Branches pro Standort, undokumentierte Schnittstellen, Lizenzrisiken — und zwei Personen, die die Materialflusslogik verstehen. Eine davon steht kurz vor dem Ruhestand.
Häufig die profitabelste Position im Target und die am wenigsten geprüfte. Die Vertragsbedingungen des Lieferanten entscheiden, ob diese Marge die Transaktion überlebt.
Die meiste technische Due Diligence in dieser Branche wird von Menschen geschrieben, die über solche Anlagen gelesen haben. Hier kommt mein Urteil her.
Ich habe die Lieferantenseite dieses Tisches global verantwortet, mit einem Auftragseingang von über 100 Mio. € pro Jahr und Vertragsverhandlungen in dieser Größenordnung.
Ich weiß, wie eine Durchsatzzahl in ein Angebot hineinkonstruiert wird — und welche Annahmen dabei still die eigentliche Arbeit leisten.
Inbetriebnahme und Hochlauf automatisierter Distributionszentren in den USA, Europa und Australien, darunter zwei Anlagen, die es vorher noch nie gegeben hatte.
Ich habe die ansässigen Instandhaltungsteams aufgebaut und geführt. Ich habe diese Anlagen um drei Uhr nachts ausfallen sehen.
Verantwortung für das Intralogistik-Softwareportfolio in EMEA — Produktstrategie, Entwicklung, Rollout.
Technische Due Diligence für die eigenen M&A-Kandidaten der KION Group, bis hin zur Empfehlung an den Vorstand.
Zwanzig Jahre dieser Erfahrung stammen von der Lieferantenseite. Genau deshalb ist der Blick scharf — und genau deshalb verdient die Frage nach Befangenheit eine klare Antwort statt Schweigen.
Keine Handelsvertretungen, keine Reseller-Vereinbarungen, keine Vermittlungsprovisionen von Anlagenbauern oder Softwareanbietern. Mein Honorar hängt nicht davon ab, welches System Sie am Ende bekommen.
Ich plane, liefere und installiere die Anlagen nicht, die ich bewerte. Hinter dem Bericht wartet kein Realisierungsauftrag — also auch kein Anreiz, Arbeit zu finden statt Fakten.
Festpreis je Phase oder Tagessatz, vereinbart bevor die Arbeit beginnt. Kein Erfolgshonorar am Zustandekommen der Transaktion — „Finger weg“ kostet mich also nichts.
Wenn ich mit dem Target, dem Lieferanten oder dem bisherigen Generalunternehmer gearbeitet habe, erfahren Sie das vor der Beauftragung — nicht später in einer Fußnote.
Automatische Hochregallager (ASRS/RBG), Shuttles, Fördertechnik, AMR- und FTS-Flotten, Robotik, Sorter. Zustand und Restlebensdauer, Ersatzteilrisiko, Engpassanalyse und realistischer Dauerdurchsatz — gemessen am Auftragsprofil des Targets, nicht am Testprofil des Lieferanten.
WMS-, WCS- und Materialflussrechner-Architektur (MFC) bis hinunter zur SPS- und SCADA-Ebene. Produkt oder Projekt? Release- und DevOps-Disziplin, Schnittstellenschulden, Lizenzrisiken, Dokumentationsqualität — und wie viel der Materialflusslogik nur in einem Kopf existiert.
Verfügbarkeit und ihre Ursachen, Reifegrad der Instandhaltung, Personal- und Schichtmodell, Change-Request-Rückstand — und ob die KPIs im Datenraum dem entsprechen, was die Anlage im Peak tatsächlich leistet.
Lieferantenverträge, Abnahmestatus, offene Claims und Pönalen, Service- und Ersatzteilverträge — und wofür der ausgewiesene CAPEX-Plan wirklich verbindlich ist, gegenüber dem, was er verschoben hat.
Zugeschnitten auf die Transaktionsphase, damit der Aufwand im Verhältnis zur Entscheidung steht, die er stützt.
Das vollständige Mandat von Anfang bis Ende. Ein Red-Flag-Review endet nach Schritt drei und verdichtet den Rest zu einer kurzen schriftlichen Einschätzung.
Dreißig Minuten zur Anlage, zum Zeitplan und zu dem, was Sie ohnehin schon vermuten. Kostenfrei und unverbindlich.
Tag 0Layouts, Leistungsspezifikationen, Abnahmeprotokolle, Verfügbarkeitsnachweise und Lieferantenverträge. Zurück kommt eine gezielte Nachforderung statt einer Standardcheckliste.
Woche 1Die Anlage im Betrieb unter echtem Auftragsprofil, möglichst in einer Peak-Schicht. Gespräche mit Betrieb, Instandhaltung, IT und Lieferant.
Woche 1–2Dauerdurchsatz gerechnet gegen das tatsächliche Artikelspektrum und die Saisonalität des Targets. Softwarearchitektur, Schnittstellenschulden und Lizenzrisiken bewertet. Ersatzteil- und Obsoleszenzanalyse.
Woche 2–4Befunde entlang aller vier Perspektiven, ein quantifiziertes Risikoregister mit Kosten und Eintrittswahrscheinlichkeit sowie eine CAPEX- und OPEX-Sicht über die geplante Haltedauer.
Woche 4–5Debriefing mit dem Deal-Team, die Fragen für die Management-Sessions, die für den SPA relevanten Klauseln sowie eine Einschätzung zur Preiswirkung.
Vor der UnterschriftDas Mandat. Den richtigen Partner identifizieren, in den ein global tätiger Intralogistikkonzern investieren kann, um AMR-Technologie in das Konzernportfolio aufzunehmen.
Die Arbeit. Marktanalyse der AMR-Landschaft. Eine Shortlist entlang definierter Partnerkriterien. Managementinterviews, Standortbesuche und praktische Bewertung der Produkte und der zugrunde liegenden Technologie. Verhandlung der Kooperationsvereinbarung.
Das Ergebnis. Empfehlung erarbeitet und dem Vorstand vorgestellt. Der Konzern hat in den empfohlenen Partner investiert.
Dieselbe Methode, die ein Fonds bei einem Target braucht: den Markt screenen, die Kriterien bauen, dann hingehen und sich die Maschinen ansehen.
Die Ausgangslage. Eine Tiefkühlanlage, die die Endabnahme nicht erreicht hatte. Offene Punkte in Software und Mechanik, ein Projekt, das sich nicht schließen ließ.
Die Arbeit. Projektverantwortung übernommen und anschließend unmittelbar mit dem Software- und dem Mechanikteam jeden verbliebenen offenen Punkt zum Abschluss gebracht.
Das Ergebnis. Alle offenen Punkte innerhalb von drei Monaten geschlossen. Endabnahme erreicht, Projekt ohne Pönalen abgeschlossen.
Genau diesen Zustand soll eine technische Due Diligence finden — bevor er Ihnen gehört.
Inbetriebnahme und Hochlauf der gesamten Anlage verantwortet und die Probleme gelöst, die unerprobte Technologie mit sich bringt. Das 16-köpfige ansässige Team aus IT, SPS und Mechatronik aufgebaut und geführt, mit einem strukturierten Lessons-Learned-Prozess zurück in Technik und Software.
Technologie: Automatisches Multi-Level-Shuttle, Entlagenroboter, Case Wheeler, Packroboter, WCS, Packmustergenerator.
Ergebnis: Hochlauf auf volle Leistung. Endabnahme termin- und budgetgerecht.
Vertriebs- und Designprozess, Vertragsverhandlung und Gesamtprojektleitung mit P&L-Verantwortung — anschließend die Kinderkrankheiten der neuen Technologie bis zur sauberen Übergabe getragen.
Technologie: Automatisches Multi-Level-Shuttle, Entlagenroboter, Packroboter, WCS, Packmustergenerator.
Ergebnis: Erfolgreicher Vertriebsprozess, termingerechte Übergabe an die Inbetriebnahme.
Inbetriebnahme und Hochlauf beider Anlagen an zwei Standorten in den USA verantwortet und die ansässige Instandhaltungsorganisation aufgebaut — 70 FTE aus IT, SPS und Mechatronik.
Technologie: Automatisches Hochregallager, automatisierter Wareneingang mit Decant und Kippschalensorter, Miniload mit Zonenkommissionierung, Ware-zum-Mann mit Karussellspeicher, automatische Behälterstapelung, WCS.
Ergebnis: Hochlauf auf volle Leistung und darüber hinaus. Endabnahme termin- und budgetgerecht, danach zwei Jahre profitabler After-Sales-Betrieb.
Den Betrieb auf Prozess- und Lagereffizienz analysiert und das Zusammenspiel zwischen dem WMS des Anlagenlieferanten und dem ERP-System des Kunden überarbeitet.
Technologie: Automatisches Hochregallager, Miniload, Ware-zum-Mann mit Karussellsystemen, Hängesorter, WMS und WCS.
Ergebnis: Mehr als zehn Maßnahmen zur Verbesserung des Warenflusses und zur Senkung der Personalkosten identifiziert, unter meiner Aufsicht umgesetzt und über eigens definierte KPIs nachgehalten.
Vertriebs- und Designprozess für die Anlage verantwortet, den Vertrag verhandelt und das Projekt an das Realisierungsteam übergeben.
Technologie: Automatisches Shuttle-Lager, Entlagenroboter, Packroboter, WCS, Packmustergenerator.
Ergebnis: Erfolgreicher Vertriebsprozess und Vertragsverhandlung, saubere Übergabe an die Realisierung.
Vertriebs- und Designprozess für die Gesamtanlage einschließlich Bauwerk verantwortet, den Vertrag verhandelt und an das Realisierungsteam übergeben.
Technologie: Gebäude, automatisches Hochregallager, Shuttle-System, Palettenfördertechnik, Mehrzonenkommissionierung, FTS, WCS.
Ergebnis: Erfolgreicher Vertriebsprozess und Vertragsverhandlung, saubere Übergabe an die Realisierung.
Dieselbe Erfahrung, angewandt auf Ihre eigene Anlage: von der Planung über die Lieferantenauswahl bis zum laufenden Betrieb.
Von der Datenanalyse bis zur Übergabe in den Servicebetrieb.
Bestehende Anlagen schneller, stabiler und günstiger betreiben.
Prüfung vor der Transaktion, Umsetzung danach.
Matthias Merz Dipl.-Inform. (FH) · Gründer, LogistiXpert
Gerne gehe ich eine konkrete Situation unter NDA mit Ihnen durch oder mache einen kurzen Red-Flag-Blick auf etwas, das bereits auf Ihrem Schreibtisch liegt.